Wohnen in Passau als Student:in
Die vier Wohnheime mit aktuellen Mietspannen, wo der private Markt läuft, und wann man mit der Suche anfangen sollte.
Rund 10.000 Studierende auf gut 53.000 Einwohner:innen — zu Semesterbeginn wird es eng auf dem Passauer Wohnungsmarkt. Diese Seite sammelt, was bei der Suche wirklich hilft: die vier Wohnheime des Studierendenwerks mit aktuellen Mietspannen, wo der private Markt stattfindet, und was zeitlich realistisch ist. Alle Zahlen wurden am 2. Juli 2026 auf den offiziellen Seiten geprüft.
Welche Wohnheime gibt es, und was kosten sie?
Das Studierendenwerk Niederbayern/Oberpfalz (STWNO) betreibt vier Wohnanlagen in Passau:
Bräugasse 11–15 (Altstadt, an der Donau): 95 Plätze, 260–508 € je nach Wohnform und Größe.
Donau-Schwaben-Straße 14–24: 242 Plätze in 2er- bis 8er-WGs, 261–339 €.
Leonhard-Paminger-Straße 23–31: 356 Plätze, darunter 8 barrierefreie; Teilapartments 353–398 €, barrierefreie Apartments 442–463 €, 4er-WG-Zimmer 370–405 €.
Maierhofstraße 11: 20 Plätze, 234–289 €.
Alle Preise sind Warmmieten-Pauschalen des STWNO (Stand 2. Juli 2026). Insgesamt liegt die Spanne also bei etwa 234–508 € im Monat — deutlich unter dem privaten Markt.
Wie bewerbe ich mich für einen Wohnheimplatz?
Über das Online-Bewerbungsformular des STWNO auf stwno.de (Wohnen → Bewerbung). Wichtig: Die Angaben müssen stimmen — das STWNO weist selbst darauf hin, dass falsche Angaben das Vertragsangebot kosten können.
Fragen beantwortet die Wohnraumverwaltung Passau: wohnen-pa@stwno.de, Telefon 0851 509-1903, -1920 oder -1922.
Wie lang die Warteliste gerade ist, veröffentlicht das STWNO nicht — wer auf einen Platz hofft, bewirbt sich am besten so früh wie möglich und fragt direkt nach.
Wo suche ich auf dem privaten Markt?
Die Universität Passau empfiehlt auf ihrer Wohnen-Seite (uni-passau.de/wohnen) vor allem WG-Gesucht — dort läuft der größte Teil des Passauer WG-Markts, und die Seite gibt es auch auf Englisch. Daneben nennt die Uni unter anderem Immobilienscout24 und die studentische Wohnraumkarte.
Ein Passauer Klassiker sind außerdem Zwischenmieten: Wer ein Auslandssemester macht, vermietet sein Zimmer unter — zu Semesterbeginn lohnt es sich, gezielt danach zu suchen.
Wann muss ich mit der Suche anfangen?
Je früher, desto besser — am engsten ist es in den Wochen direkt vor Semesterbeginn (Oktober und April), wenn alle gleichzeitig suchen. Wer die Zusage für den Studienplatz hat, fängt am besten sofort an: Wohnheim-Bewerbung abschicken und parallel den privaten Markt beobachten.
Die gute Nachricht: Passau ist kompakt. Die Uni schreibt selbst, dass man von praktisch jedem Stadtteil gut zum Campus kommt — es muss also nicht die Innstadt oder die Altstadt sein.
Was ist mit Bus und CampusCard?
Die validierte CampusCard ist zugleich das Semesterticket: Studierende der Uni fahren damit rund um die Uhr kostenlos mit den Stadtbussen der VBP. Ein Zimmer weiter draußen ist damit deutlich weniger ein Problem, als es zunächst wirkt.
Einen Haken gibt es: Bei Hochwasser werden die Buslinien durch die Altstadt eingestellt und umgeleitet — wer an der Donaulände wohnt, kennt das.
Worauf sollte ich bei Zimmern in der Altstadt achten?
Passau ist eine Hochwasserstadt. Die tiefliegenden Lagen — Höllgasse, Untere Donaulände, Teile der Altstadt und der Innstadt — werden bei großen Hochwassern regelmäßig nass; 2013 stand das Wasser bei 12,89 m am Pegel, im Juni 2024 bei rund 10 m. Erdgeschoss- und Kellerzimmer in diesen Straßen sind billiger, aber man sollte wissen, worauf man sich einlässt.
Was bei welchem Pegel passiert, zeigt die Seite „Was passiert bei welchem Pegel?“ hier auf town.tools — und Warnungen der Stadt kommen über ACHTUNG.PASSAU (achtung.passau.de, per E-Mail, SMS oder WhatsApp-Kanal).